Eine herrliche Gratwanderung über den südlichen Jura beginnt am Col de la Faucille. Der Höhepunkt ist sicher die höchste Erhebung in der Jurakette, der Crête de la Neige.

 

 

Routenbeschrieb

Etappe 2: Vom Hotel La Petite Chaumière geht es an der Talstation des Sessellifts, der zum Petit Montrond führt vorbei. Man steigt über die flach planierte, fast vegetationslose Piste zum Petit Montrond auf. Im obersten Drittel der Piste links halten zum Sendeturm. Obwohl hier die Natur für den Wintersport ziemlich verschandelt wurde, lohnt sich ein Tiefblick auf den Genfersee, die Stadt Genf, den Flughafen und das Forschungszentrum Cern. Unterhalb der Bergstation des Sessellifts geht es um die Gebäude der Sendeanlagen herum und man gelangt auf einen herrlichen Bergweg. Man steigt über den Grat auf den grossen Mont Rond (1614 m). Bereits kündigt sich der nächste Gipfel an, das nächste Ziel, der Colomby de Gex (1688 m). Über den spektakulären Grat, nichts ausgesetztes, erreicht man den Gipfel. Auch dieser Gipfel hat noch ein altes Eisengerüst einer ehemaligen Antenne. Die Aussicht ist einmal mehr hervorragend. Unten liegt die Pays de Gex und zahlreiche weitere Dörfer. Am Ende des Genfersees ist wiederum die Stadt mit dem Shadow, dem Wahrzeichen der Stadt zu sehen.

Über die Gipfelkuppe hinunter geht es weiter dem sanft geneigten Westhang entlang. Mitte Mai blühen hier Narzissen und Osterglocken in grossartiger Vielfalt. Es geht weiter Richtung Col de Crozet. Konkret führt der Graspfad auf eine namenlose Kuppe und danach langgezogen auf die Kuppe Les Voyrières. Man trifft auf einen Schotterweg. Dem folgt man bis zum Col de Crozet. Man gelangt zur Hütte La Longe, die auch einfache Übernachtungs- und Selbstversorgermöglichkeiten bietet. Auf dem Weitwanderweg GR 9 steigt man durch den Bergwald, Alpwiesen hinauf auf den Grat beim Grand Crêt. Hier bereitet sich ein Sammelsurium von Felsen, Höhlen, kleinen Föhren und Arven aus. Und dann erreicht man die teilweise bewaldete Krete, den höchsten Punkt des Juras, den Crêt de la Neige (1717 m).

Vom Crêt de la Neige steigt man ab und nimmt den nächsten Gipfel, den Reculet in Angriff. Dieser ist nur etwa 20 Zentimeter tiefer als der Crêt de la Neige. Es ist wieder ein weitherum sichtbares Metallkreuz, welches den Weg weist. Auf dem Reculet bietet sich wieder ein herrliche Rundsicht. Wem das zu wenig ist, kann immer noch auf das Metallkreuz aufsteigen (Inschriften auf dem Gestänge zeugen jedenfalls davon). Nach gut 15 Minuten gelangt man zu einem spektakulären Abgrund, ähnlich wie der Chreuz du Van. An diesem zieht man links vorbei. Schier endlos zieht sich der Weg dahin und man erblickt dann endlich in weiter Ferne das Ziel, die Hütte Le Gralet. Es geht noch ein paar Mal hinunter, hinauf und dann erreicht man die Hüte auf der Waldlichtung. Sie ist einfach eingerichtet und bietet eine einfache Kochgelegenheit und in den oberen Räumlichkeiten Platz zum Schlafen. Reservation ist von Vorteil, da die Hütte nur 19 Schlafplätze bietet.

Routendetails

Tour-Datum 15. Mai 2016
Region Frankreich, Jura, südlicher Jura
Wandern-Schwierigkeit T2
Zeitbedarf 9 h 30 min (23,4 km)
Aufstieg 1448 m (höchster Punkt 1718 m Crêt de la Neige)
Abstieg 1330 m
Strecke Col de la Faucille 1320 m – Mont Rond 1614 m – Colomby de Gex 1688 m – Col de Crozet 1485 m – Crêt de la Neige 1718 m – Le Reculet 1717 m – Pierre de la Lune 1505 m – Le Gralet 1461 m
Anfahrt
Verpflegung Aus dem Rucksack, Übernachtung in Col de la Faucille / Übernachtung in Le Gralet
Bemerkungen Auch für Familien mit Kindern geeignet.

 Alpineg-Tipps unterwegs:

SBB Fahrplan

Col de la Faucille

  Le Gralet

 

 

 

smartslider3[8]

 

Von Gery

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