Die Bisse des Sarrasins verdient die Bezeichnung nicht mehr in allen Teilen. Die Bisse ist zu grossen Teilen ausgetrocknet und teilweise gar nicht mehr vorhanden. Trotzdem, sie ist es wert, abgewandert zu werden. Der Erlebnischarakter ist sehr hoch. Gestartet wird auf der Grand Bisse de St-Jean.

 

 

Routenbeschrieb

Mit dem Postauto geht es von Sierre nach Grimentz im Val d’Anniviers. Dieser Ort ist zwar Ausgangsort in ein grösseres Skigebiet, der Kern des Ortes ist aber ein Walliser Dorf, schöner könnte es in keinem Bilderbuch stehen. Die alten, wunderschön restaurierten und gut erhaltenen Häuser sind ein Traum, man vergisst fast, dass man auf eine länger dauernde Wanderung geht.

Beim Rundgang durchs Dorf zweigt man mitten im Dorf oder spätestens nach der grossen Seilbahn-Talstation link ab, läuft ein paar Meter hinab, bis man unterhalb des Dorfes auf einen etwas grösseren Platz stösst. Dort das Strässchen rechts weg nehmen und weiter talwärts laufen. Nach wenigen Metern ist die Linienführung des Wanderwegs vorgegeben. Es geht mehr oder weniger zuerst dem Flüsschen entlang, bevor man dann die Strasse quert, dieser ein paar Meter parallel folgt, bevor es dann wieder eher flach abwärts Richtung St-Jean geht. Oberhalb des Dorfes führt der Weg nach Mayoux. Immer wieder wird der Blick frei auf die gewaltige Schlucht, die man hier an der rechten Flanke auswärts problemlos bewältigt. Ein erster Etappenort ist das das Dorf Pinsec. Hier beginnt die eigentliche Strecke der Bisse des Sarrasins. Man geniesst schon seit dem Start das rund 30 Kilometer lange Val d’Anniviers, zu Deutsch Eifischtal. Die Bisse ist gut beschildert mit der Nummer 58.

In Pinsec folgt man der Beschilderung «Les Voulans, Vercorin, Bisse des Sarrasin». Zwischen den unteren Häusern des Dorfes geht es bergab, ein Abschnitt des Chemin des Bisses. Bald wandert man durch einen steilen Weg im Zickzack bergab, bis man auf die Bisse des Sarrasins stösst. DerWeg der Bisse folgt Richtung Vercorin links, vorbei an einem Murbruch vorbei. Etwas später führt ein Holzsteg einer brüchigen Moräne empor. Dort beginnen eine Reihe von Holzstegen, die mit soliden Geländern und teilweise bergseitig mit Stahlseilen gesichert sind. Danach nimmt die Spannung zu. Die Stege durchqueren Felsstürze hoch über dem Tal. Die Linienführung der Blisse lässt die tollkühne Baukunst von damals nur erahnen. Einmal muss gar unter einem Felsvorsprung hindurch gekrochen werden. Nach rund eineinhalb Stunden erreicht man die Wegkreuzung Les Voualans. Der rechte Pfad ist eine ziemlich ausgesetzte Linie, wer es weniger spektakulär liebt, nimmt den linken Weg. Rechts ist es etwas ausgesetzt, aber Stahlseile sichern die Passage. Als letzter Abschnitt wandert man von Cruja durch ein bewaldetes Moränengelände und durch einen Graben zu einer Strasse hoch. Nicht ganz so gut markiert, geht es am unteren Dorfrand direkt durch einen Wiesenweg hoch in den Ort Vercorin. Dort gelangt man bei einem Abstecher durchs Dorf zur Bergstation der Seilbahn, die hinunter nach Chalais führt, wo man Anschluss an den öffentlichen Bus hat. 

 

Routendetails

Tour-Datum 31. Mai 2020
Region Schweiz, Wallis, Val Anniviers
Wandern-Schwierigkeit
Zeitbedarf 5h 30 min (17 km)
Aufstieg 694 m
Abstieg 951 m
Strecke Grimentz 1562 m – Punkt 1540 (Grimentz) – Punkt 1432 – Les Fioz 1400 m – St-Jean d’en Haut 1398 m – Prarion – Mayoux – Pinsec 1290 m – Forés – Punkt 1019 – Punkt 1159 – Punkt 1282 – Vercorin  1319 m – Vercorin (Station amont)
Anfahrt Anfahrt mit der SBB bis Sierre, mit dem Postauto bis Grimentz, Seilbahn von Vercorin nach Chalais, Bus nach Sierre
Verpflegung Aus dem Rucksack, diverse Restaurants und Bergbeizli unterwegs
Bemerkungen Auch für Familien mit Kindern geeignet.

Zu den eindrücklichen Bissen, Suonenwege im Wallis gibt es ein ausgezeichnetes Buch «Wandern an sagenhaften Suonen» von Johannes Gerber, Rotten Verlag AG Visp. ISBN 978-3-905756-00-5

 Alpineg-Tipps unterwegs: 

SBB Fahrplan

  

 

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